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Verliebt in goldfarbene Augen

safari_1Safaris im Süden des afrikanischen Kontinents sind atemberaubend und sinnlich zugleich.

„Be quiet“, sagt der Ranger mit dem großen Gewehr, „ich habe es noch nie benutzen müssen“, und pirscht sich mit dem bulligen Range-Rover halsbrecherisch durchs Gebüsch. Er hat längst gesehen, was uns gleich begeistern wird. Drei große Löwinnen liegen träge im Schatten. Um sie herum tollt und schnurrt der Nachwuchs und benimmt sich wie kleine hellbraune Kätzchen. „Die möchte man streicheln“, flüstert eine Dame. Der Blick hinter den Baum belehrt sie flugs eines Besseren. Dort liegt die Beute der Nacht, ein Gnu, die Rippenbögen gebrochen, die Innereien halb gefressen von Tausenden schwarzen Fliegen bedeckt. In der Nähe warten Schakale auf ihre Chance, am Himmel kreisen die Geier.
Laut reden, das haben wir sehr bald gelernt, ist nicht wirklich gut, Freudenschreie schon gar nicht, obwohl Grund gäbe es genug. Gestern nämlich ganz nahe bei einer Elefanten-Herde mit vielen Jungtieren ist Folgendes passiert: Die Fotoapparate klicken, die Kameras summen und ein Mitreisender jubelt laut. Sofort stellt die Leitkuh ihre Ohren auf, scharrt mit den Füßen, dass es nur so staubt, trompetet zornig und Norman legt auffallend schnell den Rückwärtsgang ein. „Wirklich gefährlich sind nur die einsamen Bullen“, meint er beruhigend. Na, dann wozu die ganze Aufregung?

Das Camp liegt am Ufer des Flusses und in diesem wohnen viele Flusspferde. Tagsüber sieht man wenig von ihnen, abgesehen von schnaubenden Nüstern und wackelnden Ohren. Je kühler die Temperatur, desto mehr Flusspferd kommt zum Vorschein und in der Nacht grasen sie dann im Areal. Zu dieser Zeit hat der Ranger die Gäste längst mit starker Lampe und Gewehr heim begleitet und noch einmal bekräftigt, das Bett unter dem Moskitonetz nicht zu verlassen, komme was da wolle. Ein nächtlicher verbotener Blick aus dem Fenster: Da stehen die Riesen, keine Armlänge von der schmalen Terrasse entfernt.

safari_2Aufbruch zum Sundowner-Drive. Wir haben klassisch Gin Tonic geordert und vielleicht einen Leoparden dazu. Man wird ja schnell überheblich auf Safari.  Wieder geht es durch die Savanne. Der Horizont ist endlos. Warum das in Afrika so ist, konnte noch niemand wirklich zufriedenstellend erklären, aber es ist schön so. „Nicht schon wieder diese Impalas“, wird gemault. Giraffen sind cool, groß und herrlich zu fotografieren, Zebras sind besonders scheu und schwer zu erwischen, Hyänen lassen sich beim Knochen Brechen beobachten, Geparden liegen wie Fotomodelle gerne auf erhöhten Plätzen, aber an den vielen Antilopen hat man sich rasch sattgesehen – sehr undankbar.

Irgendwo im Nirgendwo zieht der Ranger die weißen Handschuhe an und serviert die Drinks. Wir stehen herum, naschen die appetitlichen Happen und bewundern die Sonne, die pflichtgemäß wie eine rote Kugel hinter den Wolken versinkt. Die Dämmerung kommt schnell, das Auto wird bestiegen, der Suchscheinwerfer eingeschaltet, rote Augen werden sichtbar. Ein ausgewachsener Leopard trottet seelenruhig vorbei, kümmert sich keinen Deut um die Menschen, die sich fragen, wie das wohl gewesen wäre, wäre er fünf Minuten früher gekommen.

Solche und ähnliche Highlights sind auf Safari oft zu erleben, obwohl – man ist hier ja nicht im Zoo, also bleibt immer ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Der wesentliche Unterschied ist aber folgender: Ein „Game Reserve“ ist ein sehr großes, eingezäuntes Areal, meist in Privatbesitz. Die Chancen, den gesamten, meist zugekauften und betreuten Tierbestand zu sehen, ist groß, weil die Ranger immer gut Bescheid wissen. Völlig anders sind Safaris im offenen Gelände, meist in Naturschutzgebieten. Die Tiere können wandern, allerdings kommen sie immer zu bestimmten Stellen, wie Wasserlöchern, und werden dort regelmäßig gesichtet. Es ist ursprünglicher und natürlicher, aber letztendlich ist ein Löwe ein Löwe. Die Lodges sind einfach oder luxuriös, je nach Geschmack und Geldbörse.

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Besser Reisen-Tipps

In Kenia, Namibia, Tansania, Botswana, Simbabwe, und Südafrika sind die meisten Angebote zu finden. Die Anreise ist etwas beschwerlich, allerdings gibt es auch keine Zeitverschiebung. Spezial-Veranstalter kombinieren Safaris gerne mit Badeaufenthalten.
Tipp: Safaris können auch mit dem Mountainbike, zu Pferd, zu Fuß und mit einem Heißluftballon erlebt werden.

Sicherheit ist nur in den Städten ein heißes Thema.
Souvenirs sind prachtvoll schön, allerdings verbieten es Gesetze und Anstand, Elfenbein zu kaufen.
Veranstalter: Abendsonne Afrika, Ruefa, Kneissl, Neckermann, TUI, African Safari Club,

Nützliche Webadressen:
www.abendsonneafrika.de  
www.transafrika.org
www.botswana.com
www.jambokenya.com
www.namibia-tourism.com
www.gta.gov.zw
www.tansania.de
www.southafrica.net

 
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