Feuchte Freuden am und im Wasser
Ägypten und die Türkei sind ideal gelegene Ziele um dem Winter zu entkommen
An den Ufern des Roten Meeres – ganz im Gegensatz zu den Ufern des Nils – gibt es nicht das Geringste zu besichtigen. Es bleibt daher genügend Zeit sich hier ohne schlechtes Gewissen unter Wasser umzusehen. Schnorcheln ist quasi der Blick von oben ins Aquarium, beim Tauchen ist man mittendrin. Jedes Hotel bietet Möglichkeiten im Pool zu schnuppern und wer das ohne Panik schafft, sollte einen dreitägigen Kurs besuchen. Das Zertifikat (OWD = Open Water Diver) ist der Unterwasser-Führerschein, man ist also berechtigt, was noch lange nicht heißt, dass man es auch kann. Dazu gehören viele Tauchgänge und die sind, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Experte, im Roten Meer immer ein Ereignis. Im Raum Sharm el Sheik und Hurghada gibt es viele bunte Fische, viele Wracks, aber auch sehr viele Taucher. Je südlicher man kommt, desto einsamer wird es. Weniger Taucher und noch mehr Fische, auch die ganz großen, die „big boys“ wie die Guides die Hochsee-Haie nennen. Das Non-Plus-Ultra sind natürlich Safaris, dann geht es – ein bis zwei Wochen auf komfortablen Schiffen unterwegs und oft von Delfinen begleitet - bis an die Grenze des Sudans zu einsamen Riffen. Atemberaubende Landschaften aus Hartkorallen, prachtvolle Weichkorallen-Wälder und überall Tausende Fische. Bei bis zu drei Tauchgängen pro Tag und fallweise einem in der Nacht bekommt man da alles garantiert vor die Brille.

An den Ufern des Mittelmeeres hat sich an der türkischen Riviera eine wunderbare Wellness-Oase entwickelt. Kein Wunder, denn als wir uns in Nordeuropa noch im Waschzuber reinigten, hatte die Osmanen bereits eine hohe Badekultur in aberhunderten Hamams in Stadt und Land. In dampfdurchzogenen Kuppelbauten werden die Steinliegen von unten erhitzt, Frauen und Männer – streng getrennt und niemals ganz nackt – bereiten sich mit lauem Wasser auf die rituellen Waschungen, Massagen und Salbungen vor. Reiner und besser gepeelt ist die Haut nie als nach solchen Prozeduren. Klassische türkische Dampfbäder gibt es heute noch in jedem Ort und es ist wirklich interessant sie zu besuchen. Aber auch jedes bessere Hotel bietet solche und ähnliche Waschungen an. Dazu kommen alle bekannten Wellness-Anwendungen wie Kosmetik, Massagen, Bäder, ostasiatische Entspannungstechniken und vieles andere mehr. Selbstverständlich sind überall große Indoor-Pools und Saunas vorhanden. Zusammen mit den guten All-Inklusiv-Angeboten sind das wirkliche Highlights nach einem sportlichen Tag (Golf, Radfahren, Wandern, Besichtigungen) oder ganz einfach nach herrlichem Nichtstun.
Besser Reisen-Tipps
Ägypten:Vor großen Teilen der Küste lagern Riffe, die den direkten Zugang zum offenen Meer unmöglich machen, also führen lange Brücken bis zum Wasser. Das Rote Meer ist oft sehr unruhig und so kann es vorkommen, dass Schwimmen im Meer während des gesamten Urlaubs nicht möglich ist.
Durchfall kommt trotz Vorsichtsmaßnahmen oft vor und Ohrenschmerzen sind eine unliebsame Taucherkrankheit, dagegen helfen am besten Medikamente aus ägyptischen Apotheken.
Türkei:
Im Raum Belek (Flughafen Antalya) gibt es 10 Golfplätze, Greenfee und Abschlagzeiten können schon im voraus gebucht werden. Tägliche Flüge (Flugzeit kaum drei Stunden) lassen ganz individuelle Urlaubsarrangements zu.
Gefälschte Schnäppchen wie Taschen, Schuhe und Sportbekleidung, früher ein absolutes Muss, sind derzeit erst nach langem Handeln einigermaßen annehmbar. Die Russen haben wohl die Preise ruiniert. Für Duty-Free Liebhaber, es gibt bereits bei der Ankunft in Antalya einen diesbezüglichen Laden.





