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Oman

oman_1Eine Reise in den Oman entführt in eine längst vergessen geglaubte Märchenwelt und  versprüht die Faszination des Orients: Eine Oase der Düfte, Sinne und Farben.

Nur sieben Stunden dauert es, um der Winterdepression zu entfliehen. Muscat empfängt einen mitten im europäischen Winter mit strahlend-blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen. Orientalisches Treiben zieht den Besucher sofort in den Bann. Mitten in der historischen Altstadt von Muscat thront die farbenfrohe Residenz von Sultan Qabus, dessen Konterfei im Land allgegenwärtig ist. Sultan  Qabus bin Taimur stürzte 1970 seinen Vater, der das Land in der Rückständigkeit hielt. Anfang der 1980er Jahre ließ er viele Altstadthäuser im Suq abreißen, um Platz für seinen Sultanspalast zu schaffen.

Die Bucht wird an beiden Seiten von zwei beeindruckenden portugiesischen Festungen bewacht.  Das Museum Bait az-Zubair bezaubert durch seine umfassende Sammlung von omanischen Schätzen. Mohammed Al Zubair, einer der renommiertesten Unternehmer Omans stiftete sein Elternhaus als Museum für die Stadt, das nun mit kostbarem osmanischem Silberschmuck aufwartet. Moderne omanische Kunst ist in der Bayt Muzna Gallery ausgestellt, die  in einem der prachtvollsten historischen Wohnhäuser in Old-Muscat untergebracht ist. Eine Verschnaufpause darf man sich in dem  kleinen Café im Innenhof gönnen - bei süßem Pfefferminztee und köstlichen Datteln. Sollte am Abend gerade eine Vernissage stattfinden, ist das die beste Gelegenheit, um  in die omanische Kunstszene einzutauchen.



oman_2Anti-Dubai

Wohltuend im Oman ist das authentische Flair, wie bereits am Weg vom Flughafen auffällt. Hier gibt es nichts Künstliches, wie etwa in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine Reise durch das Sultanat ist eine Begegnung pur mit dem Orient. Bevor es an den Strand  geht, empfiehlt sich eine Pause im Kargeen Café im Madinat Al Sultan Qabus Centre. Im Freien oder im Schatten von Zelten lassen sich köstliche arabische Gerichte und Fruchtcocktails genießen und anschließend eine Wasserpfeife schmauchen.

Unbedingt besichtigen muss man die Sultan-Qabus-Moschee: Die größte Moschee des Landes mit ihren reich verzierten Gebets- und Säulenhallen ist auch die einzige im Oman, die Nicht-Muslime betreten dürfen. Angemessene Kleidung und für Frauen ein Schleier sind ein Muss.  

Eine der schönsten Küstenstraßen Omans führt von der Altstadt Muscats über Al Bustan nach Bandar Al-Jissah. Kleine Fischerdörfer, üppige Vegetation, traumhafte Buchten - ein Reigen aus gelungenem Mix von Tradition und Moderne.  

Das Sultanat Oman ist nicht nur reich an Kulturschätzen, sondern auch mit einer Fülle an Naturschönheiten gesegnet und somit eine Topadresse für Tierfreunde und Naturliebhaber. Sei es bei Bootsfahrten mit Delphinbeobachtung oder die Beobachtung von Schildkröten bei der Eiablage. Die grünen Meeresschildkröten sind ein Kuriosum. Sie sind vor allem im Sommer am Strand von Ras Al Inz, der fünf Autostunden südöstlich von Muscat liegt, anzutreffen. Die vom Aussterben bedrohten, bis zu 1,5 Meter langen Tiere stehen unter strengem Artenschutz. Besucher brauchen eine Genehmigung, die am Strand erstellt wird. Sie dürfen nur in Begleitung eines Wächters dem nächtlichen Schauspiel mit den schlüpfenden Schildkrötenbabys beiwohnen. Kameras, Taschenlampen, Lärm und jegliche andere Störungen sind strengstens untersagt. Die jungen Schildkrötenbabys treten gegen vier Uhr morgens den Weg ins Meer an. Bei Sonnenaufgang ab circa sechs Uhr ist der Strand wieder vollkommen schildkrötenfrei.

oman_3Oman ist aber auch das Land der Düfte. Aushängeschild des Landes ist Amouage, das teuerste Parfüm der Welt, das der französische Parfümeur Guy Robert in jahrelanger Arbeit kreierte. Er entwarf einen Duftreigen aus 120 verschiedenen Ölen und Essenzen, darunter dem kostbaren Silberweihrauch aus Dhofar. Der klingende Name Amouage bedeutet in der arabischen Sprache „Welle“. Für eine gratis Duftprobe lohnt ein Abstecher in die Parfümfabrik Amouage Perfumery. Der Duft wird sie tagelang begleiten. Achten Sie darauf, bei der Duftprobe, nicht danebenzugreifen: Es gibt unterschiedliche Essenzen für Damen und Herren   

Die Heimat des Weihrauchs befindet sich in Salalah, der Hauptstadt der Provinz Dhofar. „Weihrauch lässt den Tag gut anfangen und gut enden. Man sieht durch ihn die Natur. Und wenn wir uns mit der Natur verbinden, entgehen wir dem Materialismus des Lebens“, erklärt der Kulturberater des Sultans. Während der Weihrauch früher mühsam in Karawanen über die Weihrauchstrasse nach Ägypten und bis zum Mittelmeerhafen nach Gaza gebracht wurde, geht es heute schneller. Auf der schnurgeraden 1000 Kilometer langen Wüstenautobahn Salalah-Muscat- wird der reinste Weihrauch, der kostbare Silberweihrauch transportiert. Die reiche Kultur der Wohlgerüche hat sich im Oman über Jahrtausende entwickelt. Am Weihrauchmarkt erhält man die Kostbarkeit in allen erdenklichen Formen, wer will, kann sogar Weihrauch-Kaugummi erwerben.


 

 

 

Salalah lockt aber nicht nur mit seinem Wohlgeruch, sondern auch mit langen, weißen Sandstränden. Tropische Früchte von Kokospalmen bis Bananen-, Mango- und Papayastauden gedeihen in den Gärten am Stadtrand. An Ständen werden die frischen Früchte gleich zum Kauf angeboten.

Palmen-Zählung

Während andernorts Einwohner gezählt werden, sind es im Oman die Palmen. Mehr als 8 Millionen Dattelpalmen wachsen in dem 2,7 Millionen Einwohner-Sultanat. Palmenhaine, wohin das Auge blickt, zieren Städte, Dörfer und Landschaften. Sie sind aus dem Leben der Omanis nicht wegzudenken. Die vitaminreichen Datteln werden verzehrt, Blätter und Stämme werden zum Bauen und als Dekor verwendet.

Land der Sinnlichkeit

Bei genauem Hinsehen- und wenn die Abbaya überhaupt einen Blick frei gibt-  erkennt man die mit Henna kunstvoll verzierten Hände arabischer Frauen. Die schmerzfreien Henna-Tattoos halten drei bis vier Wochen und sind vor allem an Feiertagen, bei Hochzeiten und anderen besonderen Anlässen ein beliebter Schmuck.

In Ibra Sufala findet jeden Mittwochvormittag ein Frauenmarkt statt. Dabei verwalten Frauen den Handel. Stoffe, Schmuck, Haushaltsutensilien, Tiere – die Warenvielfalt ist riesig. An diesem Vormittag bestimmen einzig die Frauen das Geschehen - eine seltene Ausnahme in der traditionell streng reglementierten Kultur, in der Frauen nach wie vor stark benachteiligt werden. Ungeachtet aller säkularen Weltoffenheit bestimmt der Islam in weiten Teilen das Leben im Oman. Der Koran bildet das Fundament der politischen Strukturen sowie des gesellschaftlichen Alltags.

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Besser Reisen-Tipps

  Fünf Highlights im Oman:

  • Matrah
    Wer  nach buntem orientalischem Treiben sucht, ist im alten Ortsteil Matrah richtig. Die Luft im Souk, für viele der Schönste in der arabischen Welt, ist erfüllt vom Duft  edler Gewürze und Weihrauch. In den Läden türmt sich die Ware. Bunte Stoffe, edle Tücher, Gold- und Silberschmuck, Khanjar (Krummdolch),  Haushaltswaren und Schuhe, Spielzeug und Plastikblumen — man bekommt   fast alles. Schnäppchen- und Souvenirjäger sind hier bestens aufgehoben. Vom Souk sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Obst- und Fischmarkt. Die Fischer laden in den Morgenstunden ihren Fang direkt an der Mole des Marktes ab, ein unvergessliches Schauspiel!
  • Al Dakhiliyah
    Das Landesinnere besticht mit Terrassenfeldern an Steilhängen, grandiosen Canyons und Schluchten,  Bergdörfern, imposanten Festungen und Palästen. Dakhiliyah war Jahrhunderte lang das kulturelle Herz des Oman. Gut markierte Trekkingpfade führen durch das 3000 Meter hohe Hajargebirge zu beeindruckenden Aussichtspunkten in Schwindel erregende Höhen - eine Mühe, die sich lohnt! Ein dichtes Netz von Wasserkanälen durchzieht die unwegsame Bergwelt, lässt aus dem Nichts unvermutet kleine grüne Paradiese entstehen.
  • Al Sharqiyah
    Die Provinz Sharqiyah am äußersten östlichen Rand der Arabischen Halbinsel wird geprägt von starken Kontrasten: honiggelbe Sanddünen auf dunkelroter Erde und  azurblaues Meer.  Fast unwirklich erscheint die Lagune Khor Garama mit engen Schluchten und tiefen Wasserpools, umgeben von sattgrünen Bananenstauden und Dattelpalmen. Beduinen der Wahiba tauchen mit ihren Kamelen, Ziegen und Palmzweighütten in die endlose Weite des Sandmeeres ab.
  • Halbinsel Musandam
    Am nördlichen Ende der arabischen Halbinsel gelegen. Eine atemberaubende Fjordlandschaft, die fast nur vom Wasser aus mit dem Boot zu erkunden ist. Zerklüftete Felswände, die aus dem Meer ragen, formen ein unüberschaubares Labyrinth. Blaugrünes glasklares Wasser und Korallenbänke machen die Halbinsel zu einem Unterwasserparadies.
  • Al Batinah
    Auf 270 Kilometern erstreckt sich die Küste zwischen Muscat und Sohar mit langen Sandstränden, Luxushotels und belebten Dörfern. Hier lebt ein Viertel der Bevölkerung Omans. Datteln, Bananen, Limonen, Mangos gedeihen in dem fruchtbaren Gebiet ebenso wie Tomaten, Karotten, Auberginen, Zucchini und Kartoffel.  


Info Oman:

Oman versteht sich als Reiseziel für gut betuchte Touristen, Rucksacktouristen sind nicht gerne gesehen. Hotelpreise wie in Europa.
Botschaft des Sultanats Oman
Währingerstraße 2-4
1090 Wien
Tel. +43 1 31086430

Gesundheitsversorgung: Im ganzen Land gewährleistet,  Notfallversorgung kostenlos. Die Hygiene und Gesundheitsstandards im Land sind sehr hoch.

Spezialanbieter: Abendsonne Afrika GmbH, Zur Unteren Mühle 1, D-89290 Buch-Obenhausen, Tel. +49 (0)7343/929 98-0. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .Internet: www.abendsonneafrika.de

 
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