Besuch in Tel Aviv
Lassen Sie sich treiben vom kosmopolitischen Lebensgefühl und tauchen Sie ein ins kulinarische und kulturelle Vergnügen - begleitet von neun Stunden Sonnenschein täglich!
Mit dem Attribut „Moderne Weltmetropole im Nahen Osten“ schmückt sich Israels zweitgrößte Stadt. Angesichts der beeindruckenden Skyline, bei der sich Hochhäuser und Luxushotels aneinanderreihen, verwundert dies auch nicht. Wer ein paar Tage hier verbringt, genießt das perfekte irdische Kontrastprogramm auf einer Reise durch das Heilige Land.
Dorado für Architektur- Fans
Tel Aviv fällt mit über 4000 zum Teil sehr schön renovierten Gebäuden im Bauhaus- Stil auf. Kaum eine andere Stadt der Welt verfügt über ähnlich viele Bauhaus- Gebäude. Ein Highlight dabei ist das in der Zamenhoffstraße gelegene „Cinema“, das aufwändig zum Hotel umfunktioniert wurde und mit ideenreicher Inneneinrichtung punktet. Architektonisch passt in dem 1939 errichteten Komplex von der Türschnalle bis zur weißen Fassade alles zum Bauhaus- Stil.
UNESCO-Erbe
Seit Sommer 2003 darf sich Tel Aviv Unesco-Weltkulturerbe nennen. Der Bauhaus-Boom animierte Hauseigentümer und Stadtverwaltung, zumindest einen Teil der Häuser in der Architektur der 1930er Jahre vor dem Verfall zu retten. Mittlerweile sind die Wohnungspreise der „weißen“ Häuser in Tel Aviv längst in astronomische Höhen geklettert. Die Bauhaus-Architektur konzentriert sich um den Rothschild Boulevard sowie entlang der Dizengoff und Frishman Straße. In einem neuen Bauhaus-Museum kann man bei freiem Eintritt seine Studien dazu vertiefen. Tel Aviv-Jaffo ist eine pulsierende Stadt, die nie schläft. Tel Aviv Port, der ehemalige Hafen der Stadt, ist das derzeit angesagte Ausgehviertel. Auf holzbeplankten Wegen flaniert man am Meer entlang, speist in schicken Restaurants, relaxt in Musikcafés oder tanzt die Nächte in einer der vielen Diskotheken durch. Die Szene trifft sich abends besonders gerne in der Sheinkin Street – wo ständig neue Läden eröffnen und das Leben pulsiert. Im Sommer steigen am Strand legendäre Beachpartys und Trommler veranstalten ihre Sessions.
Schlemmerparadies
Auf den zahlreichen Schlemmermeilen des Landes – beispielsweise im alten Hafen von Tel Aviv, dem Rothschild- Boulevard oder der Ben Yehuda-Straße – haben Gourmets aus aller Welt nur ein Problem: die Qual der Wahl. Am besten startet man bei einem ausgiebigen Frühstück in den Tag. Auf der schönen Terrasse des Arcaffe, direkt am Rothschild Boulevard Platz, trifft man so schon morgens die Schönen und Schicken der Stadt. Eines ist sicher: In der israelischen Küche, die sich aus den verschiedensten Einflüssen zusammensetzt, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Vegetarier kommen auch voll auf ihre Kosten.
Falafel, Humus & Co.
Sie wird häufig als israelisches Nationalsnack gehandelt: die Falafel. Dabei handelt es sich um frittierte Kichererbsen-Bällchen, die mit Salaten und Saucen in Teigtaschen, so genannten Pitabroten, serviert werden. Die besten serviert Shimon in seiner Falafelbude in Yafo. Hummus (Kicherebsenmus), Tehina (pikantes Sesammus), Tabouleh (Salat mit Bulgur) und Baba Ganush (Auberginensalat) stehen ebenfalls auf seiner Speisekarte. „Ein Fest für ernährungsbewusste Gourmets“ sind sich Besucher einig. Im Aladin, einem kleinen gemütlichen Restaurant in Yafo genießt man einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Tel Aviv.
Old Yafo
Wer streng koscher speisen möchte, ist im Café Batia, dem ältesten jüdischen Restaurant, in der Dizengoff St. gut aufgehoben. Hier wird original osteuropäische Küche serviert. An den Wänden hängen in die Jahre gekommene Fotos berühmter Gäste der letzten 50 Jahre.
Schnäppchenjäger
Günstig essen kann man am besten in den einfachen Imbissrestaurants, wie man sie rund um den Karmel-Markt und entlang der Allenby Street findet. Eine Portion Hummus, Falafel oder Shawarma kosten knapp 3,50 Euro. In Restaurants und Cafés bezahlt man für ein Essen 8 bis 15 Euro. Unbedingt probieren sollte man eine frische Limonade mit Minzblättern („limonada nana“). Wichtig: Zum guten Ton gehört es, beim Trinkgeld nicht zu knausern. Wer ein paar Tage in Tel Aviv verbringt, sollte unbedingt auch einen Abstecher in das Viertel „Florentin“ machen. Das früher heruntergekommene Viertel mittelloser Aussteiger, hat sich zu einer interessanten Künstlerkolonie gemausert. Im Restaurant Elimelech in der Wolfson Street 35 serviert Avi Berman koschere Gerichte in osteuropäischjüdischer Tradition wie Krepalach (gefüllte und frittierte Teigtaschen) oder Chulent (geschmorter Eintopf).
Kultur pur
Das kulturelle Tel Aviv bietet ein Juwel nach dem anderen. Das Multimedia-Beit Hatfutsot, das Museum der Jüdischen Diaspora, befindet sich auf dem Campus der Tel Aviv-Universität und beherbergt einen großen Informationsspeicher über Jüdisches Leben. Das Ha’aretz (Land von Israel)-Museum fokussiert auf unterschiedliche Aspekte der Vergangenheit Israels. Der gesamte Komplex ist um eine Ausgrabungsstätte angeordnet, wo eine Philister- Stadt freigelegt wurde. Tel Avivs Stolz ist das Golda Meir-Center für Darstellende Künste, Heim für die Israel-Oper, Tanzensembles, Theater und Konzerte. Das weltberühmte Israel Philharmonie-Orchester ist im Frederic-Mann-Auditorium zu hören, das neben dem Nationaltheater von Israel „Habima“ steht. Ein weiteres Kulturzentrum, das Sie nicht missen sollten, ist das Suzanne- Dellal-Dance-Center im Stadtviertel Neve-Zedek. Und das Cameri -Theater präsentiert einige seiner Vorstellungen mit englischer Übersetzung.
Besser Reisen-Info
Tel Aviv:
Klima
Meiste Zeit des Jahres: heiß und sonnig. Kopfbedeckung, Sonnenbrille und hoher Sonnenschutz erforderlich!
Im Winter kann es regnen. Dezente Kleidung und Kopfbedeckung ist für die Besuche heiliger Stätten unerlässlich.
Israelische Woche
Die israelische Arbeitswoche geht von Sonntag bis Donnerstag, Wochenende ist Freitag und Samstag. Die meisten Geschäfte, die freitags geöffnet sind, schließen am frühen Nachmittag vor Beginn des jüdischen Sabbats, der mit Sonnenuntergang am Freitag beginnt und bis kurz nach Sonnenuntergang am Samstag dauert.
Flughafen
Die meisten Reisenden landen am Ben-Gurion-Flughafen. Bereiten Sie sich auf strenge Sicherheitskontrollen vor Abflug und Einreise vor. Regelmäßige Busse verkehren zwischen Flughafen und Tel Aviv und Jerusalem. Auch Taxis bieten 24 h-Dienste.
Dont´s für Israel
Die Shabbat-Ruhe stören.
Orthodoxe Juden benützen am Freitag kein Auto, rauchen nicht und nützen den Tag zu Ruhe und Gebet. Am Shabbat wollen die Gläubigen an der Klagemauer nicht fotografiert werden.
Vorsicht: Von Freitagabend bis Samstagabend werden Aufzüge in Hotels so kodiert, dass sie in jedem Stockwerk automatisch halten, da orthodoxe Juden am Shabbat auch keinen Fahrstuhlknopf drücken dürfen. Wer den Aufzug benutzt, braucht in den 25. Stock eine halbe Stunde.
Reise-Angebote
DERTOUR:
„Israel neu entdecken“
8-tägige Busrundreise
ab/bis Tel Aviv
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RUEFA:
Flug mit Air Berlin über München nach Tel Aviv ab 377,98 Euro
(z.B. 06.06 bis13.06.2011)





