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Piemont mit dem Motorrad

piemont_2Auf Stoppeln durchs Land der Kirschen. Motorradfahren im italienisch- französischen Grenzland. Das Piemont ist bekannt für seine zahllosen Straßen und Sträßchen, die auch die extrem hoch gelegenen Höfe und Hütten verbinden und zum Teil noch aus dem ersten Weltkrieg stammen.Genau das Richtige für einen Motorradurlaub mit einem Schuß Abenteuer.

Es beginnt in der Nähe des bekannten Schiorts Sestriere in Bardoneccia, das der erste Ausgangspunkt für unsere Touren sein sollte. Die Anreise erfolgt im Auto, da gut 1.100 Kilometer Autobahn nicht gerade ein Vergnügen mit dem Motorrad sind.
 
Schon nach wenigen Kilometern Asphalt in Richtung Susa- Tal biegen wir in einen Waldweg ein, der stetig bergauf zum Col de Busson an der französischen Grenze führt. Wie fast überall hier im Grenzgebiet stehen an den unmöglichsten Stellen Ruinen von alten Befestigungs-anlagen, diese Gegend ist schon seit Hunderten von Jahren heiß umkämpft. Die Wanderer grüßen freundlich, unvorstellbar in unseren Breiten, wo nur die erlauchte Jägerschaft und der Förster sich im Wald motorisiert fortbewegen darf.  

Am zweiten Tag geht es den Colle del Sommeiler hoch, eine Stichstraße, die über 3.000 Meter führt. Die Hütte hoch über der Baumgrenze hat bereits zur Winterruhe geschlossen, die Straße selbst ist noch befahrbar. Auch die berühmte Assieta Kammstraße ist ein Muß für jeden, der einmal in dieser Gegend war. Von Susa über den Col de Finisterre und dann nach Sestriere, weit über 50 Kilometer im Schotter. Die schlammigen Passagen, die teilweise vom Neuausbau der Straße stammen, sorgen für einige "Umfaller". Nach einem Hotelwechsel nach Borgo di Dalmazzo geht es zuerst über die  Varaita- Maira  Kammstraße, eine vergleichsweise lockere Strecke mit einer traumhaften Fernsicht. Die  Straße Maira- Stura, die wir uns für den Nachmittag vorgenommen haben, ist wesentlich anspruchsvoller, mit Kopfgroßen Steinen belegt und nicht gerade leicht zu fahren. Trotz aller Anstrengung schwören wir uns, wieder zu kommen, solange es dieses Paradies für Biker noch gibt.

Besser Reisen-Tipps

Das Motorrad sollte wenn möglich mit Stoppelreifen ausgestattet sein, zuweilen sind die Straßen und Wege vor allem bei Nässe etwas rutschig. Theoretisch kann man auch mit einem Straßenmotorrad fahren, doch sollte es genügend Bodenfreiheit aufweisen. Die Wege und Straßen sind größtenteils befahrbar, nur sollte man die   Warnhinweise und Verbote dringend beachten.
 
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