Geschichte und Glauben
Wandern auf dem Jesusweg
Irgendwann haben wir es fast vergessen, dass wir das Jahr 2010 schreiben: nach stundenlangem Wandern unter uralten Olivenbäumen, spontanem Rasten im Schatten von zerklüfteten Felsgestein, dem Genießen des Duftes von vielerlei Wildkräutern und dem Spüren einer wohltuend-frischen Brise, die vom See Genezareth herüber weht.
Wir sind auf dem „Jesusweg“ von Nazareth nach Kapernaum! Lediglich 65 Kilometer auf seinen Spuren durch Galiläa, aber gefühlt eher in einer Zeitreise 2000 Jahre zurück versetzt.
Nachdem wir Nazareth verlassen haben, machen wir uns auf den Weg gen Osten. Vier Tage sind geplant. Schon bald haben wir die Zivilisation verlassen und merken, dass eine wunderbare Stimmung von uns Besitz ergreift; im Einklang mit der Natur und dem Wissen aus der Bibel, welche Stätten vor uns liegen. Als wir in Kana ankommen, wird aus Johannes 2,1-10 vorgelesen, wo Jesus sein erstes Wunder vollbrachte und Wasser in Wein verwandelte.
Wir müssen auf unserem weiteren Weg immer wieder daran denken. Nach dem Kibbuz Lavi passieren wir den Doppelhügel mit dem Namen Hörner von Hittin, ein berühmter Kriegsschauplatz aus dem Jahre 1187. Viel mehr beeindruckt uns aber der wunderbare Ausblick über Weinberge und Pfirsichbäume auf den gut 200 Meter tief gelegenen See Genezareth: Die leichte Brise lässt das Wasser kräuseln und wie Millionen Sterne glitzern.
Vorbei an einer aus Kalkstein errichteten Moschee, ein heiliger Ort der Drusen, geht es zu den Abhängen des Berges Arbel am Westufer des See Genezareth. Auch hier bietet sich ein atemberaubendes Bild. Wir sind ganz allein, und die Welt scheint einen Moment stehen zu bleiben…
Von den Klippen des Berges Arbel können wir auch schon unser Ziel und damit das Ende des „Jesusweges“ erkennen: das Fischerdorf Kapernaum, dem Zentrum von Jesus geistlichem Amt in Galiläa.
Information und Buchung:
Staatliches Israelisches Verkehrsbüro
Friedrichstr. 95, D-10117 Berlin
Tel.: +49/(0)30/2039970
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www.goisrael.at





