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Fotocredits online & im Magazin bR Mai 2012: Stadt St. Pölten, WEINFRANZ, Werner Jäger und Peter RaucheckerKulturtouristische Entdeckungsreise

Die Kombination aus Neu und Alt macht St. Pölten zu einem besonderen Architekturerlebnis.

Man kann der jüngsten Landeshauptstadt Österreichs das Prädikat „Sehenswert“ verleihen!
Barock, Jugendstil und Moderne: Diese drei Baustile prägen das Stadtbild und geben St. Pölten diesen besonderen traditionsreichen kulturhistorischen Charme, der durch imposante moderne Architektur noch positiv verstärkt wird.

Altstadt mit barocker Bausubstanz
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdeckt man am besten zu Fuß und wählt als Ausgangspunkt den Rathausplatz, in dessen Mitte sich eine spätbarocke Dreifaltigkeitssäule befindet. Früher als Marktplatz genutzt, ist er heute ein Ort für Großveranstaltungen. Die Neugestaltung erfolgte durch den Architekten Boris Podrecca. Das Rathaus ist das Wahrzeichen der Stadt und bestand ursprünglich aus mehreren Gebäuden, die 1503 von der Bürgerschaft erworben und bis 1600 zu einer Einheit zusammengefasst wurden. Das heutige Bürgermeisterzimmer wurde 1722 barockisiert und besitzt eine wunderschöne Stuckdecke von Christoph Kirschner. In dem mit einem Schubertrelief von Wilhelm Frass verzierten Haus Rathausgasse 2 fanden Schubertiaden statt, ein Gedenkraum im 1. Stock gibt darüber Auskunft.
Südwestlich des Rathauses steht die Karmelitinnenkirche – als Prandtauerkirche ist sie bei der Bevölkerung bekannt. Jakob Prandtauer, ein gebürtiger Tiroler und bekannter Barockbaumeister, wählte St. Pölten als Wohnort. Der Karmeliterhof, ursprünglich ein Karmelitinnenkloster, diente auch als Kaserne und wird seit 1971 für kulturelle und kommunale Zwecke benutzt. Hier ist auch das Stadtmuseum untergebracht.
Das „Institut der Englischen Fräulein“ wurde 1706 gegründet, die palastartige Fassade geht im Kern auf Jakob Prandtauer zurück. Paula von Preradovic und Enrica Handel- Mazzetti besuchten diese Schule. Der Riemerplatz ist der einzige Platz mit lückenlosem Althausbestand. Optischer Mittelpunkt ist eine Plastik von Hein Mader. Die Kremser Gasse ist die wichtigste Geschäftsstraße mit dem schönsten Jugendstilgebäude der Stadt, dem Olbrichhaus, Kremser Gasse 41. Über die Klostergasse, vorbei am Wohnhaus von Jakob Prandtauer und der neobarocken Bezirkshauptmannschaft, gelangt man durch das Bischofstor zum Domplatz. Dort befindet sich der Kern der römischen Stadt Aelium Cetium.
Hier finden zurzeit archäologische Grabungen statt. Die Domkirche war ursprünglich eine romanische Basilika. Die barocke Ausgestaltung stammt von Jakob Prandtauer, Matthias Steinl und Joseph Munggenast. Fresken und Gemälde wurden u.a. von Daniel Gran, Thomas Friedrich Gedon und Bartholomäus Altomonte angefertigt. Am Herrenplatz stehen eine barocke Mariensäule aus dem Jahr 1718 sowie ein Brunnen von Prof. Hans Freilinger (tratschende Frauen) und im Westen das „Bar- Haus“ mit einem Aurora-Relief von Raffael Donner. Sehenswert ist die 1912/13 erbaute ehemalige Synagoge, die einzige Jugendstil- Synagoge Niederösterreichs.

Landhausviertel und Kulturbezirk – die moderne Ergänzung zur Altstadt
Im direkten Anschluss an die Altstadt befindet sich der Verwaltungs- und Kulturbezirk der NÖ Landesregierung. Mit dem Spatenstich 1992 entstanden hier Paradebauten der österreichischen Gegenwartsarchitektur. Das Landtagsschiff bildet das Zentrum des Landhauskomplexes. Über das unmittelbar daran anschließende Landtags- und Regierungsgebäude gelangt man zu den Räumlichkeiten des Landeshauptmannes, der Landtagspräsidenten, der Mitglieder der Landesregierung und des Landtagsklubs. Das Festspielhaus St. Pölten ist nach den Plänen des Architekten Univ.- Prof. DI Klaus Kada errichtet und bietet hochwertige Konzertsäle und Bühnen internationalen Formats. Blickpunkt ist das von allen Seiten sichtbare Volumen des großen Saales, der über der schrägen Platzebene gleichsam schwebt.
Das Landesmuseum Niederösterreich ist der erste Museumsbau Hans Holleins in Österreich und setzt neue Maßstäbe. Das Haus vereint als zeitgemäßes Erlebnismuseum die Bereiche Natur, Kunst und Landeskunde. Der Klangturm ist das 76,67 Meter hohe Wahrzeichen des Kulturbezirkes und hat begehbare Klangräume: die Klangkugeln, die optisch schwebend angebracht sind. Der Turm nach den Plänen des Architekten DI Ernst Hoffmann ist in seiner Vielfalt einzigartig in Europa: Er dient auch als Aussichtsplattform, Wetterkamera- Standort, Antennenturm und Sendemast. Die NÖ Landesbibliothek, das NÖ Landesarchiv und das NÖ Institut für Landeskunde sowie das Wirtschaftszentrum NÖ ergänzen das hypermoderne Landhausviertel.

Das neue Leitsystem und der Bummelzug führen bequem durch die Stadt
Das neu installierte „Kulturtouristische Leitsystem“ – bestehend aus Häusertafeln, Wegweisern und Objektstelen – führt wie ein roter Faden zu den Sehenswürdigkeiten. Am bequemsten ist eine Stadtbesichtigung vom Bummelzug aus. Der Zug fährt durch enge Gassen und belebte Fußgängerzonen und zeigt den BetrachterInnen vom Barock über den Jugendstil bis zur Moderne eine enorme Vielfalt an Stilepochen. Die Sehenswürdigkeiten werden mittels Tonanlage in deutscher und englischer Sprache vorgestellt. Begleitete Stadtspaziergänge für Gruppen sowie Themenspaziergänge für Einzelpersonen ergänzen das touristische Angebot.

INFOS:

Tourismusinformation St. Pölten,
Rathausplatz 1,
3100 St. Pölten,
Austria Tel. +43 (0) 2742/353 354,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.st-poelten.gv.at

 
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Fotocredits online & im Magazin bR Mai 2012:

Stadt St. Pölten, WEINFRANZ, Werner Jäger und Peter Rauchecker