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Fotocredits online & im Magazin bR Mai 2012: Stadt St. Pölten, WEINFRANZ, Werner Jäger und Peter RaucheckerEine Stadt so reich an Kultur

Konzerte, Bühnen und Museen – da ist für alle etwas dabei!

Mit der Erhebung St. Pöltens zur Landeshauptstadt von Niederösterreich im Jahr 1986 vollzog sich auch im Kulturleben der Stadt ein gravierender Wandel. Bestimmten bis dahin das als Dreispartentheater geführte Stadttheater, die Tonkünstlerkonzertreihe in den Stadtsälen, das 1976 neu eröffnete Stadtmuseum und als lokaler Festivalhöhepunkt die Kultur- und Festwochen im Mai und Juni das Kulturgeschehen, so wurde dieses schon bald durch bedeutende kulturelle Einrichtungen auf überregionales Niveau gehoben.

Die Bühne im Hof als erstes Kind der Landeshauptstadt
Im Jahr 1990 entstand die Bühne im Hof, die sich, seither zwei Mal erweitert, unter der Ägide ihrer Leiterin zu einer der bedeutendsten Kleinkunstbühnen des Landes entwickelte. Diese ist nicht nur Schauplatz für Österreichs Kabarettgrößen, sondern auch Aufführungsort für Kinder- und Jugendtheater, für Eigenproduktionen, künstlerische Experimente, ebenso auch für den Dialog zwischen den Kulturen, sowie, vor allem in den frühen Phasen, für Tanz. Tanzperformances veranstaltete man im Gleichklang mit den städtischen Bestrebungen auf dem Gebiet des Balletts (Konservatorium und -ensemble), die entscheidend zum Profil St. Pöltens als Tanzstadt beitrugen.

Das Festspielhaus ist modern, offen und international
Fortgesetzt wurden die Bestrebungen im 1996 eröffneten Festspielhaus Klaus Kadas, einem der Kernbauten des Kulturbezirks des Landhausviertels, das gleichzeitig neue Heimstätte des NÖ Tonkünstlerorchester wurde. Auch hier war es Mimi Wunderer, die nach einem nur einjährigen Gastspiel Dieter Rexroths als künstlerischer Leiter des Festspielhauses diesem sein erstes Gepräge gab, indem sie einen Hauptschwerpunkt des Hauses auf den Tanz setzte. Das waren Bestrebungen, die ihr Nachfolger Michael Birkmeyer, der ehemalige Solotänzer der Wiener Staatsoper, fortsetzte, indem er sogar eine eigene Ballettcompany gründete. Für den derzeitigen künstlerischen Leiter Joachim Schlömer, ebenfalls Tänzer, aber auch Choreograph und Regisseur, bleibt zwar Tanz eine wesentliche Programmkomponente, seine Hauptintention gilt aber insbesondere der „Entstaubung“ des Hochkulturtempels, dem Experimentellen, vor allem aber der Verbesserung der Kommunikation mit dem Publikum.

Der Klangturm als Wahrzeichen des Landhausviertels
Ergänzt wird der Kulturbezirk durch den Klangturm Ernst Hoffmanns, dem Wahrzeichen des Landhausviertels. Mit einer Gesamthöhe (inklusive Antenne) von 77 Metern bietet der Klangturm nicht nur ein jährlich wechselndes Programm zur Klangkunst, sondern beherbergt gleichzeitig St. Pöltens schönste Aussichtsterrasse.

Das NÖ Landestheater bietet Sprechtheater vom Feinsten
Neben Festpielhaus und Bühne im Hof ist das Landestheater, das ehemalige Stadttheater am Rathausplatz, die dritte Bühne der Stadt, die unter Isabella Suppanz inzwischen reines Sprechtheater mit einem kleinen Ensemble, gepaart mit nationalen und internationalen Stars, bietet. Die Abkehr vom Operettenschwerpunkt hatte sich schon unter ihren Vorgängern Peter Wolsdorff und Reinhard Hauser angebahnt.

Cinema Paradiso ist Programmkino mit Kultstatus
Dem Theater gegenüber entstand 2003 das erste Programmkino Niederösterreichs, das sich, inzwischen mehrfach ausgezeichnet, als Fixpunkt der innerstädtischen Kulturszene bestens bewährt hat.

Das Stadtmuseum als kultureller Anziehungspunkt der Innenstadt
Am südlichen Ende des Rathausplatzes findet sich im ehemaligen Karmelitinnenkloster in der Prandtauerstraße mit der Kulturverwaltung und dem Stadtmuseum das Kulturzentrum der Stadt. Das Stadtmuseum erstrahlt seit 2007 innen und außen in neuem Outfit und zeigt neben jährlich mehrfach wechselnden Ausstellungen Highlights aus Geschichte und Kultur der Stadt mit Schwerpunkt Archäologie und Jugendstil. Zeitgenössische Kunst wird darüber hinaus im ebenfalls im Haus untergebrachten NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst vermittelt.

Die Kulturabteilung ist zuständig für musikalische Spitzenleistungen
Die ebenso im ehemaligen Karmelitinnenkloster situierte Kulturabteilung ist Anlaufstelle für alle KünstlerInnen und Kulturschaffende von innerhalb und außerhalb der Stadt. Ihr unterstehen die Musikschule mit Ballettschule und Ballettkonservatorium, die Stadtbücherei, die Volkshochschule, Stadtmuseum und Stadtarchiv. Ferner nimmt sie Agenden der Kinder-und Jugendkultur wahr. Darüber hinaus agiert die Kulturverwaltung als Veranstalter und organisiert mehrere Konzertreihen wie die von Robert Lehrbaumer geleiteten Meisterkonzerte, die Reihe „Amtsbekannt“, „Jazz im Hof“ oder die St. Pöltner Festwochen.

 

 

Die Kulturhauptstadt
Neben der gesellschaftlichen Verantwortung fühlt sich St. Pölten auch der Qualität verpflichtet. Das ist ein Anspruch, dem die Stadt durch hochwertige Programme, mit Sorgfalt und Kompetenz zusammengestellt, gerecht wird. Die Preispolitik und die Vielfältigkeit zielen auf ein für jedermann akzeptables Angebot ab: Kultur für alle als Ausdruck demokratischer Verantwortung. Und weil sich das Stammpublikum von morgen aus den Jugendlichen von heute rekrutiert, finden sich auch speziell an SchülerInnen adressierte Angebote im Veranstaltungsreigen.

INFOS:

Tourismusinformation St. Pölten,
Rathausplatz 1,
3100 St. Pölten,
Austria Tel. +43 (0) 2742/353 354,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.st-poelten.gv.at

 
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Fotocredits online & im Magazin bR Mai 2012:

Stadt St. Pölten, WEINFRANZ, Werner Jäger und Peter Rauchecker